Eine Yacht mit amerikanischen Expats aus Lagos Marina wird von Einheimischen durch die Kanäle von Makoko geführt. Foto: Jesco Denzel

Eine Yacht mit amerikanischen Expats aus Lagos Marina wird von Einheimischen durch die Kanäle von Makoko geführt. Foto: Jesco Denzel

Zwei World-Press-Gewinner sind ehemalige Fotostudierende

Zwei ehemalige Fotostudierende sind beim World Press Photo ausgezeichnet worden. Der ehemalige Fotostudent Jesco Denzel gewann in der Kategorie Contemporary Issues Single mit einem Foto aus seiner Geschichte über eine alte Fischergemeinde in Lagos, der mit 18 Millionen Einwohnern größten Stadt Nigerias. Dort, in der Fischergemeinde Makiko, leben etwa 150.000 Menschen auf dem Wasser im Herzen der Stadt. Ihnen droht die Zwangsräumung.

Veronica (links) massiert die Brust ihrer Tochter Michelle (10 Jahre alt) mit einem heißen Stein. Foto: Heba Khamis

Veronica (links) massiert die Brust ihrer Tochter Michelle (10 Jahre alt) mit einem heißen Stein. Foto: Heba Khamis

Die ehemalige Studentin der Internationalen Klasse Heba Khamis gewann in der Kategorie Contemporary Issues Stories. Sie fotografierte in Kamerun sogenanntes „Brustbügeln“. Dabei werden erhitzte Gegenstände, wie zum Beispiel Steine, mit Druck über die Brüste von jungen Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren gerieben, um das Wachstum der Brüste zu hemmen. Dies geschieht im Glauben daran, dass dadurch die sexuelle Reife der Mädchen verzögert wird und unter anderem Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch entgegengewirkt wird.

Zudem wurden mit Ksenia Kuleshova und Ashfika Rahman eine ehemalige Studentin und eine aktuelle Studentin der Internationalen Klasse für die Joop Swart Masterclass ausgewählt. Die Idee der Masterclass, organisiert von „World Press Photo“, ist es, erfahrene Größen im Fotojournalismus mit jungen talentierten Fotojournalisten zusammen zu bringen. (SF)

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