Foto: Emile Ducke

Foto: Emile Ducke

Zwei Fotostudierende beim „Nannen-Preis“ nominiert

Unter den Nominierten für den Henri-Nennen-Preis in der Kategorie „Reportage Fotografie“ sind zwei Fotostudierende: Emile Ducke ist mit dem Photo-Essay „Aidara“, veröffentlich unter dem Titel „Jagen, backen, beten“ auf Spiegel Online, nominiert. Die Geschichte erzählt von einer kleinen Gemeinde von russisch-orthodoxen Altgläubigen, die abgelegen im westsibirischen Tiefland lebt und ihren Alltag streng nach den Regeln ihres Glaubens gestalten. Altgläubige sehen sich als Bewahrer ursprünglicher russisch-orthodoxer Traditionen, nachdem sie sich im 17. Jahrhundert aus Protest gegenüber Reformen in der Großkirche von dieser abspalteten. Im zaristischen Russland verfolgt, von den Sowjets marginalisiert, siedelte sich ein großer Teil der Altgläubigen in Randbereichen an.

Foto: Marlena Waldthausen

Foto: Marlena Waldthausen

Marlena Waldthausen ist mit ihrer Reportage über die Taubblinden Zwillingsbrüder Jörg und Rolf Fischer nominiert, die unter dem Titel „Hören. Sehen.“ in GEO erschienen ist. Die Zwillinge sind taub geboren und auf Grund eines schweren Diabetes im Laufe ihres Lebens erblindet. Sie verbindet eine einzigartige, beinahe symbiotische Beziehung. Marlena Waldthausen hat die Zwillinge mehrere Monate begleitet.

Mit Heba Khamis ist auch eine ehemalige Studentin der Internationalen Klasse nominiert. Sie veröffentlichte in GEO „Der unerklärliche Brauch“.

1977 stiftete der Gründer des stern, Henri Nannen, den Egon Erwin Kisch-Preis. Mit ihm zeichnete das Magazin 30 Jahre lang jedes Jahr die besten Reportagen in der deutsch­sprachigen Presse aus. Von 2005 an ging der Egon Erwin Kisch-Preis im Henri Nannen Preis auf.

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