Veronica (links) massiert die Brust ihrer Tochter Michelle (10 Jahre alt) mit einem heißen Stein. Foto: Heba Khamis

Veronica (links) massiert die Brust ihrer Tochter Michelle (10 Jahre alt) mit einem heißen Stein. Foto: Heba Khamis

Zwei ehemalige Fotostudenten unter den World-Press-Nominierungen

Mit Heba Khamis und Jesco Denzel sind zwei ehemalige Fotostudierende unter den nominierten für den World Press Photo Award 2018 in der Kategorie Contemporary Issues. Heba Khamis, die die Internationale Klasse am Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover im vergangenen Jahr abgeschlossen hat, fotografierte in Kamerun sogenanntes „Brustbügeln“. Dabei werden erhitzte Gegenstände, wie zum Beispiel Steine, mit Druck über die Brüste von jungen Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren gerieben, um das Wachstum der Brüste zu hemmen. Dies geschieht im Glauben daran, dass dadurch die sexuelle Reife der Mädchen verzögert wird und unter anderem Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch entgegengewirkt wird.

Kamini (12 Jahre) versteckt ihre Brüste nachdem ihre Mutter diese "gebügelt" hatte. Foto: Heba Khamis

Kamini (12 Jahre) versteckt ihre Brüste nachdem ihre Mutter diese „gebügelt“ hatte. Foto: Heba Khamis

Jesco Denzel, der zwischen 2002 und 2005 Fotojournalismus in Hannover studierte, fotografierte eine alte Fischergemeinde in Lagos, der mit 18 Millionen Einwohnern größten Stadt Nigerias. Dort, in der Fischergemeinde Makiko, leben etwa 150.000 Menschen auf dem Wasser im Herzen der Stadt. Ihnen droht die Zwangsräumung.
Die Gewinner des World Press Photo Contest werden am Abend des 12. April in Amsterdam bekanntgegeben. (SF)

Eine Yacht mit amerikanischen Expats aus Lagos Marina wird von Einheimischen durch die Kanäle von Makoko geführt. Foto: Jesco Denzel

Eine Yacht mit amerikanischen Expats aus Lagos Marina wird von Einheimischen durch die Kanäle von Makoko geführt. Foto: Jesco Denzel/laif


Foto: Jesco Denzel / laif

Foto: Jesco Denzel/laif