Foto: Timo Jaworr

Foto: Timo Jaworr

„Lost in Paradise“ von Timo Jaworr in Cuxhaven zu sehen

„Lost in Paradise“ heißt die Fotoserie von Fotostudent Timo Jaworr, die im Rahmen von „Seebäder – im Dialog“ – zum 200. Geburtstag des Seebads Cuxhaven ausgestellt wird. Die Reihe „Junge Fotografie im Schloss Ritzebüttel“ in Cuxhaven hatte sich in ihrer sechsten Ausgabe als Ausstellungsthema „Seebäder“ ausgesucht. Timo Jaworr zeigt in seiner Fotoarbeit ein Seebad, das speziell für den Pauschaltourismus errichtet wurde. Die ägyptische Küstenstadt Hurghada mit einer Einwohnerzahl von etwa 160.000 Menschen ist der größte Urlaubsort am Roten Meer. Bis vor kurzem wurde der Ort ganzjährig von Touristen überrannt, die nach ihrer Ankunft vom Flughafen aus mit Kleinbussen auf die verschiedenen Hotelanlagen verteilt und mit einem All inclusive-Paket ausgestattet wurden. Kaum einer dieser Urlauber verließ die Hotelanlagen, die seit den 80er Jahren entlang der ca. 30 Kilometerlangen Küste entstanden sind. Die Arbeit „Lost in Paradise“ ist eine fotografische Spurensuche abseits der typischen Urlaubsromantik. Der Fokus liegt auf der unbeachteten Seite des vermeintlichem Paradieses: die Brüche, Widersprüche und Ungereimtheiten. Die das Stadtbild auf den anderen Seiten der Hotelmauern prägenden Baustellen bilden dabei einen markanten Teil der Serie, genauso die skurrilen Situationen, die sich durch das Aufeinandertreffen der erschaffenen Urlaubswelt mit der Realität ergeben sowie Ausschnitte aus der scheinbar so perfekten Urlaubsidylle. „Lost in Paradise“ ist eine subjektive Wahrnehmung vom Geist des Urlaubsparadieses Hurghada. Kuratiert ist die Ausstellung, bei der auch arbeiten von Janina Ahrendt und Laura Stöckel zu sehen sein werden, von Erle Bessert. (SF)

Zur Internetseite von Timo Jaworr

Ausstellungsort: Ausstellungssaal im Schloss Ritzebüttel in Cuxhaven, Schlossgarten 8, 27472 Cuxhaven
Ausstellungszeitraum: 4. September – 16. Oktober 2016

 

Foto: Timo Jaworr

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