Titelseite des fiktiven Mitarbeitermagazins PPT. Foto: Jakob Schnetz

Titelseite des fiktiven Mitarbeitermagazins PPT. Foto: Jakob Schnetz

Jakob Schnetz gewinnt beim Deutschen Fotobuchpreis „Bronze“

Jakob Schnetz ist für sein für die Bachelor-Arbeit produziertes Magazin „PPT“ gerade beim Deutschen Fotobuchpreis mit „Bronze“ ausgezeichnet worden. In seiner Arbeit beschäftigt er sich kritisch mit Arbeitsplatz- und Arbeitsoptimierung in der Welt der ‚Arbeit 4.0′ / ‚New Work‘ in Großkonzernen und Mittelständischen Betrieben der Service- und IT- Branche in Deutschland.

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Innenansicht des fiktiven Mitarbeitermagazins. Foto: Jakob Schnetz

Im Fokus stehen Veränderungen des Arbeitsplatzes, der analog zum Arbeitsmodell eine zunehmende Flexibilisierung erfährt, sodass Personal – und Raumkosten für Unternehmen auf einem Minimum gehalten werden und diese in globaler Konkurrenz rentabel bleiben können. Ein weiterer Aspekt der modernen Arbeitsmodelle und Arbeitsplatzkonzepte sind Maßnahmen zur Steigerung der Identifikation der MitarbeiterInnen mit dem jeweiligen Unternehmen, die eine erhöhte Produktivität zur Folge haben.

 

Innenansicht des fiktiven Mitarbeitermagazins. Foto: Jakob Schnetz

Innenansicht des fiktiven Mitarbeitermagazins. Foto: Jakob Schnetz

Darüberhinaus ist ein weiteres Thema der Serie nicht nur die kritische Betrachtung kapitalistischer Optimierung, sondern es geht auch darum, Repräsentationsmechanismen in der Fotografie zu reflektieren und nach neuen Möglichkeiten der fotografischen Kritik zu suchen. Die Serie kombiniert inszenierte Bilder mit nicht inszenierten, um auf die Selbstinszenierung der Unternehmen hinzuweisen, bei der es fast unmöglich war, etwas Verborgenes zu enthüllen. Daher wurde bildsprachlich gängige Corporate-Fotografie adaptiert, jedoch untypische Momente für ein Corporate Storytelling ausgewählt, um eine Irritation zu erzeugen, die eine kritische Reflexion des Gesehenen auslöst.
Die Fotos sind eingebettet in das Fiktive Mitarbeitermagazin „PPT“, das durch den fiktionalen Kontext eine zusätzliche Irritation zu schaffen versucht.

Innenansicht des fiktiven Mitarbeitermagazins. Foto: Jakob Schnetz

Innenansicht des fiktiven Mitarbeitermagazins. Foto: Jakob Schnetz

 

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