
Home | Aktuell
Symposium: Was ist ein gutes Bild?
Wie ein gutes Bild definiert wird, hängt von der Betrachtungsperspektive ab. Ob Künstler, Bildjournalist, Kamerahersteller oder Galerist, sie alle haben unterschiedliche Sichtweisen auf Bilder. Was nun ein ‚gutes Bild’ ausmacht, soll am kommenden Freitag ein Symposium in Hannover im Planet MID klären. Die Sektion Wissenschaft & Technik der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und der Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie haben dazu elf Referenten eingeladen. So geht Karen Fromm, Verwaltungsprofessorin im Studiengang Fotojournalismus der Hochschule Hannover, in ihrem Vortrag “Gerade – scharf – zentral” dem Mythos vom guten Bild auf die Spur. Bei der Veranstaltung werden sowohl Kriterien für das „gute Bild“ als auch Werkzeuge und Verfahren behandelt, die die besten Resultate liefern sollen. (kk/sf)
Weitere Infos...
Termin: Freitag, 14. Juni, 9 bis 17 Uhr
Ort: Planet MID, Expo Plaza 4, 30539 Hannover
Nach oben
Abends im Morgenland - Fotoexkursion nach Istanbul

Hagia Sophia, Istanbul. Foto: Fabian Fiechter
Von den Minaretten ertönt der Ruf der Muezzins zum Asr, dem ersten Abendgebet. Wenige Minuten vom Großen Basar und der Hagia Sophia entfernt versammeln sich 50 Fotostudenten und Dozenten zur Exkursionsbesprechung in ihrem Hotel. Trotz der Schönheit dieser Stadt dient dieses Projekt nicht dem Urlaub, sondern der Ausbildung. Alle zwei Jahre lernen die Studierenden hier in einem fremden Kulturkreis ein selbstgestelltes Thema zu fotografieren. Dafür haben sie eine Woche lang Zeit. Neben Deutsch wird auch Englisch und Russisch gesprochen, denn eine achtköpfige Gruppe der journalistischen Fakultät der Tomsker State University nimmt ebenfalls an dem Projekt teil. Überall schaut man sich neugierig über die Schultern, um zu sehen was die Kollegen heute fotografiert haben. In den Gesprächen werden Bildaufbau und Herangehensweisen an die Themen besprochen. Bildstrecke für Bildstrecke. Die Stunden vergehen, mittlerweile ist es 03:00 morgens. Während die letzten ins Hotel zurückkehren, gehen die ersten schon bald wieder zum Fotografieren los. (mfd/rn/sf)

Fotostudenten A. Waldner und K. Bauer bei Filmaufnahmen in einer Textilfabrik in Istanbul, Foto: Isabel Winarsch

Priester im Patriarchat, Istanbul. Foto: Maria Feck
Nach oben
FotoVisura - Drei Fotostudenten ganz vorn

Aus der Serie "Fashion Victims". Foto: Florian Müller
Gleich drei Fotostudenten erhalten in diesem Jahr bei den Fotowettbewerben von FotoVisura eine Anerkennung für ihre Arbeiten. Im Wettbewerb FotoVisura Grant erhielt Andy Spyra eine Ehrenvolle Erwähnung für seine Fotoserie „Exodus“. In ihr untersucht der 28-jährige Fotojournalist die Situation der christlichen Minderheit im arabischen Raum. Beim Spotlight Grant, dem Wettbewerb für Studenten, erhielt der Fotostudent Marcus Reichmann ebenfalls eine Ehrenvolle Erwähnung für seine Fotoserie „A Place to be“. Dafür fotografierte Reichmann über zwei Jahre das Leben einer jungen Familie auf einem alten Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern. In der gleichen Kategorie schaffte es Florian Müller mit seiner Reportage „Fashion Victims“, über den Alltag von Arbeitern in indischen Textilfabriken, unter die Finalisten. Beide Arbeiten waren auch auf dem letzten Lumix-Festival für jungen Fotojournalismus zu sehen.

Aus der Serie "A Place to be". Foto: Marcus Reichmann
Beide Wettbewerbe werden seit 2010 von FotoVisura, einem Unternehmen für Publikation und Onlinemedien ausgeschrieben. Ziel ist es, persönliche Fotoprojekte zu unterstützen und die Produktion und Entwicklung von Fotografie, ausserhalb des kommerziellen Bereiches, zu fördern. Die Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld von 2000 bzw. 1000 US-Dollar.
Zur Internetseite von Florian Müller
Zur Internetseite von Marcus Reichmann
Zur Internetseite von Andy Spyra
Nach oben
Foto-Dialog in Polen
Tomasz Tomaszewski (2.v.r.) präsentierte seine Arbeiten in mehreren Slideshows
Foto: Rolf Nobel
Es war eine Begegnung wie sie nicht allzu oft vorkommt. Über einen Zeitraum von fünf Tagen fanden sich polnische Fotografen und Fotostudenten aus Hannover zum Dialog bei Poznan in Polen ein. Damit folgten sie der Einladung des „Forum Kultur“ in die fast 500 km von Hannover entfernte polnische Kleinstadt Opalenica. Inhalt des Treffens war das gemeinsame Fotografieren, der Gedankenaustausch über Fotografie und mehrere Präsentationen deutscher und polnischer Fotografen. Darüber hinaus führten der polnische National-Geographic-Fotograf Tomasz Tomaszewski und Prof. Rolf Nobel für die Teilnehmer je einen eintägigen Workshop durch. Das Programm wurde abgerundet mit einem Besuch in Poznan, Hauptstadt der Woiewotschaft Großpolen, wo auch die World-Press-Photo-Ausstellung und der polnischen Grand-Press-Ausstellung besichtigt wurden. Bereits vor 10 Jahren hatte es das erste gemeinsame Treffen von polnischen und deutschen Fotografen gegeben. Dieser Gedankenaustausch soll in Zukunft noch intensiver fortgesetzt werden. (rn/mfd)
Nach oben
Neue Multimedia Reportagen
Online- und Multimediareportagen werden im journalistischen Alltag immer wichtiger. Egal ob im Internet oder in den iPad-Formaten der Zeitungen und Magazine: Multimediale Inhalte sind in den Redaktionen gerne gesehen. Auch deshalb wird an der Hochschule Hannover den Fotostudierenden im dritten Semester der Kurs „Onlinereportage“ angeboten. In vergangenen Semester erstellten bei Nicole Strasser und Michael Hauri, dem Geschäftsfüher des Multimedia-Produktionsfirma 24/70 Media, rund 40 Studierende eine Multimediareportage. Heute möchten wir beispielhaft zwei Arbeiten zeigen.
Franziska Gilli erstellte im Kurs von Nicole Strasser eine Multimediareportage über die 22jährige Skispringerin Elena Runggaldier. 2011 gewann die junge Sportlerin mit einem zweiten Preis in Oslo die erste Medaille für Italien bei einer Skisprungweltmeisterschaft. Ihr nächstes großes Ziel ist Sotschi 2014, wo die Skisprungdamen zum ersten Mal in der Geschichte an Olympischen Winterspielen teilnehmen werden.
Der Fotostudent Fritz Schumann widmete sich in seiner Onlinereportage im Kurs von Michael Hauri dem Schlossherr Dr. Moritz Freiherr von Münchhausen. Das Rittergut Bettensen ist seit fast 300 Jahren im Besitz der Familie von Münchhausen. Moritz Freiherr von Münchhausen ist damit aufgewachsen. Mit den Privilegien, den Pflichten, dem berühmten Namen. An der Fassade vom Schloss erkennt man nicht, wie erdrückend die Last einer Familiengeschichte sein kann. (sf/mfd)
Nach oben
Der amerikanische Traum ganz anders – Gemeinschaftsausstellung von Ex-Fotostudenten
Foto: Christian Burkert
Es ist die Ausweglosigkeit der Lebensumstände der Menschen, die alle drei Fotogeschichten miteinander verbinden und die jetzt in einer gemeinsamen Ausstellung gezeigt werden. Die Fotografen Henning Bode, Christian Burkert und Kristoffer Finn, Absolventen des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover, haben sich in ihren Abschlussarbeiten auf ganz unterschiedliche Weise mit dem amerikanischen Traum beschäftigt. Am kommenden Freitag sind die Fotoarbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung im Haus der IG Metall Hannover zu sehen.

Foto: Henning Bode
Drei Monate bereiste Henning Bode das provinzielle Delta des Mississippi, eine der ärmsten Regionen der Vereinigten Staaten und lässt in seinen stimmungsvollen Schwarzweißfotografien den Mythos Mississippi aufleben. In seinem fotografischen Essay „Last Exit Detroit“ zeigt Christan Burkert den tagtäglichen Versuch der Bewohner der einst stolzen Motor City, sich gegen die lähmenden Auswirkungen von Armut und wirtschaftlichem Niedergang zu widersetzen. Die Fotoreportage „Welcome to Williston“ von Kristoffer Finn zeigt einfühlsam die Lebens- und Arbeitsbedingungen derer, die sich, angelockt vom neuen Ölboom in den USA, in die Prairie North Dakotas aufmachen und die Hoffnung haben, dort einen Job zu bekommen und damit ein besseres Leben. (sf/kk)
Foto: Kristoffer Finn
Ausstellungseröffnung: 26.04.2013 ab 18.00 Uhr. Musikalisch begleitet wird der Abend von der Gruppe Woody Guthrie Project. Die Ausstellung ist dann bis ende Juli zu sehen
Ort: Haus der IG Metall, Postkamp 12
Zur Internetseite von Christian Burkert
Zur Internetseite von Henning Bode
Zur Internetseite von Kristoffer Finn
Nach oben
Redaktionsbesuche in Hamburg
Foto: Fernando Gutiérrez Juárez
Spiegel, Geo, Brigitte – 40 Fotostudenten besuchten am Dienstag die Redaktionen der großen Magazine in Hamburg. Im Verlagshaus von Gruner und Jahr nahmen sich die Bildredakteure drei Stunden Zeit um den Studierenden die verschiedenen Geotitel und die Brigitte vorzustellen. Markus Seewald, Bildredakteur bei Geo, gab auch einen Einblick in die Zukunft des Geo: „Seit anfang des Jahres wird jede Ausgabe von Geo grün und Geo special von einer App begleitet..“ Dabei würde das Filmen für Fotografen auch wichtiger. „In unsere Tablettausgaben bauen wir gerne multimediale Inhalte ein. Da sind wir froh, wenn Fotografen das auch anbieten.“ Sonja Streit, Bildredakteurin der Brigitte, wies darauf hin, dass die Brigitte als festen Bestandteil wieder Reise- und Sozialreportagen veröffentlicht. Matthias Krug, Bildredakteur beim Spiegel, führte die Studierenden dann zwei Stunden durch das neue Verlagshaus des Spiegel. Früher sei es so gewesen, das Themen fast ausschließlich von den Textredakteuren vorgeschlagen wurden. „Aber jetzt kommen auch verstärkt Themenvorschläge von Fotografen, denen wir gerne nachgehen“, sagte Krug. Für das iPad-Magazin des Spiegels freuen sich die Redakteure auf Fotografen, die auch Multimediareportagen machen können: „Wir haben von Beginn an darauf gebaut, dass die freien Fotografen auch Filmen können“, so Krug.(sf/kk)
Nach oben
Franz Bischof gewinnt "stern"-Stipendium
Winterparty des Automobilclubs "Midnightsuncruisers" in ihrem Quartier unterhalb des Berg Luossavaara. Foto: Franz Bischof
Der ehemalige Fotostudent Franz Bischof gehört zu den zwei Gewinnern des neu ausgeschriebenen Stipendiums für junge Fotografen des Wochenmagazins „stern“. Der 33-jährige Fotojournalist setzte sich gegen 120 Konkurrenten durch und bekommt nun einen Jahresvertrag beim „stern“ in Hamburg. Während dieser Zeit ist er festes Mitglied der Redaktion und wird sich gemeinsam mit den Redakteuren journalistisch und fotografisch mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinander setzten.
Mit seiner Diplomarbeit „Kiruna – An Urban Transformation“ , einer Geschichte über eine Bergbaustadt im Norden Schwedens, überzeugte Franz Bischof die Jury. „stern“-Art Director Johannes Erler bezeichnet die Gewinner als „herausragende Nachwuchsfotografen mit Sinn für Ästhetik und den richtigen Augenblick“. Das in diesem Jahr zum ersten Mal vergebene Stipendium ist Teil des Programms „stern – Junge Fotografie“ und richtet sich an talentierte Nachwuchsfotografen mit abgeschlossener fotojournalistischer Ausbildung. Franz Bischof studierte von 2003 bis 2012 Fotojournalismus an der Hochschule Hannover.(dh/sf)
Zur Internetseite von Franz Bischof
Nach oben
„Über Stock und Stein“ – Hannes Jung gewinnt Südtirol Medienpreis
Maximilian wird von seiner Mutter Annemarie (49 J.) vor dem Schlafengehen umarmt und gedrückt Foto: Hannes Jung
Mit seiner Fotoreportage „Über Stock und Stein“ gewinnt der Fotostudent Hannes Jung den diesjährigen Südtirol Medienpreis in der Kategorie Fotografie. Der 1986 in Bremen geborene Fotojournalist überzeugte die Jury mit seiner Reportage über den 19-jährigen Maximilian Elsler aus Meran in Südtirol. Durch ein paar Minuten Sauerstoffmangel nach der Geburt wurde dessen Gehirn dauerhaft geschädigt. Es sendet zu wenige Befehle an die Muskeln seines Körpers, weshalb Maximilian keine Kontrolle über Kopf, Arme und Beine hat. Mediziner bezeichnen dies als „spastische Tetraparese“. Für Maximilians Eltern ist es eine Lebensaufgabe.
Der Südtirol Medienpreis ist mit 3000 Euro dotiert und wird jedes Jahr von der Südtirol Marketing Gesellschaft und der Stiftung Südtiroler Sparkasse an junge Talente in den Bereichen Journalismus, Fotografie und Blog vergeben. Zuvor gewann diesen Preis bereits die damalige Fotostudentin Insa Hagemann.(dh/sf)
Zur Internetseite von Hannes Jung
Nach oben
Stefan Finger nominiert für CNN Journalist Award
Foto: Stefan Finger
Mit seiner Fotoreportage „Dörfer im Müll“ ist der Fotostudent Stefan Finger für den CNN Journalist Award nominiert worden. Der 29-jährige hatte im Juli vergangenen Jahres auf der philippinischen Insel Cebu mehrere Wochen Müllsammler begleitet. Auf den Müllkippen der Insel leben und arbeiten etwa 5.000 Menschen, darunter 3.000 Kinder. Die Menschen hier suchen nicht nur nach recyclebaren Abfällen, sondern auch nach Essen, Kleidung, Medikamenten und Material für ihre Hütten. Die Behausungen der Familien in Umapad, eine der vier Müllkippen Cebus, stehen direkt auf einer zehn Meter hohen Müllschicht. Mitarbeiter der deutschen Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“ sprechen von Lebensbedingungen „schlimmer als in den Flüchtlingslagern der dritten Welt“. Neben der Fotoreportage von Stefan Finger wurden aus den rund 300 Einsendungen zwei weitere Fotobeiträge von der Jury in der Kategorie Foto nominiert. Die Preisverleihung findet am 4. April in München statt.
Zur Internetseite von Stefan Finger
Nach oben
Ältere Meldungen finden Sie in unserem Archiv

