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Benidorm - das verlorene Paradies
Jedes Jahr bezahlen mehr als fünf Millionen Menschen dafür, ihren wohlverdienten Urlaub in den Bettenburgen von Benidorm zu verbringen. Sie können nicht alle einen komplett schlechten Geschmack haben und verrückt sein. Oder doch?
Benidorm ist besonders. Es gibt keine andere Stadt auf der Welt, welche sich so in einer so kurzen Zeit von ca. 15 Jahren von einem kleinen Fischerdorf zu einer riesigen Touristenbettenhochburg entwickelt hat. In den frühen 50er Jahren kamen die ersten Besucher in das kleine Fischerdörfchen und fanden traumhaft weiße Sandstrände vor.
„Zimmer mit Meerblick“, das bekommt man heute in nahezu jedem Hotel in dieser spanischen Stadt an der Costa Blanca, da sie sehr dicht an die beiden insgesamt sechs Kilometer langen Strände gebaut ist. Sie ist die Stadt mit den meisten Wolkenkratzern pro Einwohner und nach Manhattan die Stadt mit den meisten Hochhäusern pro Quadratmeter. Nicht ohne Grund nennt man sie Beniyork oder Benihattan. Kaum ein anderer Badeort in Europa hat eine solch hohe Hotelauslastung über das ganze Jahr hinweg. Nur allzu menschliche Bedürfnisse können hier sehr preisgünstig befriedigt werden: Sonne, Strand, Sex und Sangria. Die Touristenmassen fallen jedes Jahr in Scharen ein. Sie kommen, um sich frei zu fühlen und Dinge zu tun, die sie zu Hause nie tun würden.
Nicole Strasser, Januar 2009
www.nicolestrasser.de
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