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Last Exit Detroit

Detroit, die einst so stolze „Motor City“, Heimat der am Boden liegenden und fast schon ausgezählten„Big Three“ – der drei großen amerikanischen Autobauer GM, Ford und Chrysler – zählt heute zu den ärmsten Städten in den Vereinigten Staaten von Amerika. Durch den scheinbar unaufhaltsamen Verfall in den letzten Jahrzehnten, ist Detroit weltweit zu einem Symbol für den Niedergang einer ganzen Industrie geworden.

Die Autoindustrie brachte den Wohlstand und die einst von einem französischen Offizier und Pelzhändler gegründete Stadt erlebte in den letzten 100 Jahren einen beispiellosen Boom – gefolgt von einem beispiellosen Absturz. Die Stadt war schon zur Jahrhundertwende eine boomende und wohlhabende Stadt, doch erst nachdem 1913 die ersten am Fließband produzierten Automobile aus den Fabriken von Henry Ford rollten, wurde Detroit zur „Motor City“ und zur reichen Kapitale des Automobils, zum Motor der US amerikanischen Industrie.

Doch die Monokultur der Autoindustrie rächte sich mit ihren Krisen und eine Spirale begann, die mit jeder Wendung nach unten, die Stadt mit herunter zog. In der aktuellen Krise ist diese Spirale an ihrem Tiefpunkt angekommen. Doch was auch immer Detroit an Hoffnung verbleibt, ist vor allem den anhaltenden Bemühungen ihrer Bewohner zu verdanken, die tagtäglich versuchen, sich den lähmenden Auswirkungen von Armut und wirtschaftlichen Niedergang zu widersetzen.

Christian Burkert, Januar 2009


http://www.christianburkert.com

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