Berlin Alexanderplatz 2010-2013

Fotograf Göran Gnaudschun besucht Fotostudenten

(Foto: Göran Gnaudschun)

Der Fotograf Göran Gnaudschun, Preisträger des Stipendiums „Hannover Shots“, stellte am vergangenen Mittwoch seine Arbeit an der Hochschule Hannover vor. Fotostudenten und Gäste hatten dabei die Gelegenheit, Einblicke in vergangene und aktuelle Projekte des gebürtigen Potsdamers zu erhalten und ihn dazu zu befragen.

Göran Gnaudschun studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war dort von 2001 bis 2003 Meisterschüler von Timm Rautert. Als freier Fotograf entwickelt Göran Gnaudschun seine Themen in größeren Werkserien, bei denen die Vorgänge hinter oder außerhalb der Bilder mindestens so wichtig sind wie die Fotografien selbst. Für seine jüngste Arbeit „Alexanderplatz“, die 2014 als Buch erschienen ist, fotografierte er junge Ausreißer, Gestrandete, Wohnungslose, Punks und Selbstdarsteller. Der 44-jährige näherte sich seinen Protagonisten in einem langen Prozess. Er fotografierte Situationen, in denen sich Symbolhaftes zeigt, er führte Interviews über die Lebenswege der Protagonisten und reflektiert in literarischen Miniaturen auch die eigene Rolle als Fotograf.

Für das aktuelle Projekt „Hannover Shots“ erkundet er die Stadt auf ausgiebigen Streifzügen. „Göran Gnaudschun plant eine Art Mosaik aus Stadtlandschaften und Portraits, aus Alltagsbeobachtungen und persönlichen Erlebnissen, ergänzt mit kurzen Texten“, so Jury-Mitglied und Geschäftsführerin der HannoverStiftung Anja Römisch.

Im Frühjahr 2016 werden die Ergebnisse in einer Ausstellung in der hannoverschen Galerie für Fotografie präsentiert. (kf/cg/dh)

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