Plakat_allesundordnung

Ausstellung der Bachelor-Absolvent*innen

Regeln, Ordnungen und Systeme sind die Grundlage jeder Gesellschaft. Aber wie genau sehen diese Ordnungen aus, wie erschließt man sie und wie entflieht man ihnen? Wen fangen sie auf und wer fällt durch’s Raster? Und was, wenn genau diese etablierten Systeme, die Lösungen bieten sollen, ein Problem sind? Neun Student*innen des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie nehmen in ihren Abschlussarbeiten die [Un]Ordnung der Welt in den Fokus.

Um etwas Abwechslung vom Alltag im Krankenhaus zu bekommen, geht Linda mit ihrem Bruder im Rollstuhl in der Stadt spazieren.  Foto: Fabian Fiechter

Um etwas Abwechslung vom Alltag im Krankenhaus zu bekommen, geht Linda mit ihrem Bruder im Rollstuhl in der Stadt spazieren. Foto: Fabian Fiechter

Nach einem Schlaganfall mit Gehirnblutung wird Oleg (46 Jahre) von seinen in Deutschland lebenden Halbschwestern in Russland gepflegt. In der Arbeit „Alles wird gut, Oleg“ begleitet Fabian Fiechter die Geschwister und gibt einen intimen Einblick in die Herausforderung der Pflege von Angehörigen in einem Land mit ausgeprägt mangelndem Versorgungssystem.

Mohammad Ahmad unterstützt seine Frau Lourin bei den praktischen Fahrstunden.

Mohammad Ahmad unterstützt seine Frau Lourin bei den praktischen Fahrstunden.

Anett Findeklee geht in ihrer Arbeit „Alle an einen Tisch“ der Frage nach, wie Integration funktionieren kann und berichtet über die Anstrengungen von aus Afghanistan, Syrien und der Elfenbeinküste geflüchteten Menschen, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen.

Max-Planck-Institut für Radioteleskopie Effelsberg. Foto: Volker Crone

Max-Planck-Institut für Radioteleskopie Effelsberg. Foto: Volker Crone

In seinem Abschlussprojekt „Die Ordnung der Dinge“ setzt sich Volker Crone mit dem Drang des Menschen auseinander, die Welt und alles in ihr verstehen zu wollen. Im Fokus dieser Arbeit stehen aktuelle erkenntnisorientierte Wissenschaftsdisziplinen, von denen der Fotograf einige besucht hat, um ein Bild dieser Suche nach Erkenntnis zu zeichnen.

Foto: Chris Grodotzki

Foto: Chris Grodotzki

Fünf Jahre nachdem das erste zivile Rettungsschiff Kurs auf’s zentrale Mittelmeer nahm, zieht Chris Grodotzki in seiner Arbeit „POS“ ein Zwischenfazit: Zwischen Held*innen-Pathos und Kriminalisierung, humanitärer Verantwortung und politischem Aktivismus erkundet der Fotograf die Häfen des Mittelmeeres als symbolische Schlachtfelder und besetzt sie als Orte der Reflexion.

Filmstill aus der Bachelorarbeit

Filmstill aus der Bachelorarbeit „Iyabo“ von Dustin Weiss

In seiner Videoarbeit „Iyabo“ setzt sich Dustin Weiss am Beispiel der parteilosen Oberbürgermeister-Kandidatin Iyabo Kaczmarek mit politischer Teilhabe auseinander und dokumentiert den Wahlkampfalltag und die auftretenden Schwierigkeiten, die eine Kandidatur ohne Partei mit sich bringt.

Ein Schwarm voller Tauben fliegt über der Bahnstation Kottbusser Tor im Berliner Stadtteil Kreuz. Foto: Marvin Ibo Güngör

Ein Schwarm voller Tauben fliegt über der Bahnstation Kottbusser Tor im Berliner Stadtteil Kreuz.
Foto: Marvin Ibo Güngör

Marvin Ibo Güngör hat sich für seine Arbeit „Berlin Exiles“ in die deutsche Hauptstadt begeben, die mitunter als „Exil-Hauptstadt“ und das „neue Damaskus“ bezeichnet wird. In seiner Serie beschäftigt er sich dabei mit den Herausforderungen und Lebenssituationen unterschiedlicher Exilantinnen und Exilanten, die aus politischen, kulturellen oder persönlichen Gründen nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können.

Verockerte Fäche am Rande des Tagebaus Nochten. Foto: Lucas Wahl und Julius Schrank

Verockerte Fäche am Rande des Tagebaus Nochten. Foto: Lucas Wahl und Julius Schrank

In ihrer Arbeit „Coalscapes“ begeben sich Lucas Wahl und Julius Schrank auf eine fotografische Reise in die deutschen Braunkohletagebaue. Aus der Vogelperspektive dokumentieren sie den jahrzehntelangen Raubbau an der Natur. Neben abstrakten Luftaufnahmen ermöglichen sie es dem Betrachter, mit Hilfe von Virtual Reality Technologie, in die Welt des schwarzen Goldes einzutauchen und ein Gefühl für Dimension und Bedeutung der Braunkohle zu bekommen.

Horror Bunny landed on a railing

Horror Bunny landed on a railing

Jeder Mensch besitzt die Freiheit das zu tun und der zu sein, der er sein möchte. In der Portraitserie „Landed“ stellt Laura Ludwig Personen vor, die mit viel Energie und Leidenschaft einem fantastischen Hobby nachgehen: Live Action Role Play.

Ausstellung der Bachelor-Absolvent*innen
des Studiengangs Fotojournalismus & Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover.
Vernissage: 22. Januar 2020 um 19 Uhr.
Geöffnet täglich von 12 bis 18 Uhr (23.01 bis 02.02.2020)
Ort: Galerie für Fotografie (Seilerstraße 15D, 30171 Hannover)