Foto: Philipp Sann

Foto: Philipp Sann

18 Fotostudenten auf Lumix-Festival dabei

Am kommenden Mittwoch beginnt das fünfte Lumix Festival in Hannover. Bis Sonntag sind dann an der Hochschule am ehemaligen Expogelände insgesamt 60 Ausstellungen von Fotojournalisten aus aller Welt zu sehen. Mit dabei sind auch 18 ehemalige und aktuelle Fotostudierende, deren Arbeiten wir hier etwas näher vorstellen möchten.

Foto: Emile Ducke

Foto: Emile Ducke

Foto: Emile Ducke

Foto: Emile Ducke

Foto: Emile Ducke

Foto: Emile Ducke

»Transnistria« | Emile Ducke
Emile Ducke porträtiert ein Land, das es nicht gibt: Ein Areal, kaum größer als das Saarland, von keinem Staat als souverän anerkannt, Transnistrien. Als die Sowjetunion zerfiel, machte die moldauische Regierung Moldauisch zur Amtssprache. Die größtenteils russischsprachige Bevölkerung im Osten fürchtete um den Verlust ihrer Rechte, bildete das De-facto-Regime Transnistrien und erklärte sich als unabhängig. Heute gibt es eine eigene Regierung, eigene Währung und Militär – unter dem Protektorat Russlands.
Ausstellungsort F / BMW Center

Foto: Insa Cathérine Hagemann

Foto: Insa Cathérine Hagemann

Foto: Insa Cathérine Hagemann

Foto: Insa Cathérine Hagemann

Foto: Insa Cathérine Hagemann

Foto: Insa Cathérine Hagemann

»Als der Feind endlich einen Namen hatte« | Insa Cathérine Hagemann
Insa Hagemann erzählt eine Geschichte über die »Waisen der Medizin«. Lili, Frederik und Marvin sind drei von ungefähr vier Millionen an einem seltenen, wenig erforschten Leiden Erkrankten in Deutschland, für die es oft keine geeigneten Therapien gibt. Den Ärzten fehlt es auch an Wissen, denn das Geld für Forschungen ist knapp – nicht zuletzt wegen des niedrigen Interesses seitens der Pharmaindustrie.
Ausstellungsort C / Skywalk Süd

Foto: Kien Hoang Le

Foto: Kien Hoang Le

Foto: Kien Hoang Le

Foto: Kien Hoang Le

Foto: Kien Hoang Le

Foto: Kien Hoang Le

»Von Hauben und Kapuzen« | Kiên Hoang Le
»Schwestern und Brüder – diese Ansprache fällt mir nicht mehr schwer. Am Anfang war es gewöhnungsbedürftig für mich, diese traditionellen Begriffe zu benutzen. Später wurde ich auch einfach nur Bruder Kiên gerufen. Ich hatte das Vertrauen der Schwestern und Brüder gewonnen. Ich, der 30 Jahre alte Fremde, der eher Buddhist als Christ ist und versucht, mit seiner Kamera die Welt zu ergründen.«
Ausstellungsort A / Design Center

Foto: Francois Klein

Foto: Francois Klein

Foto: Francois Klein

Foto: Francois Klein

Foto: Francois Klein

Foto: Francois Klein

»Underground Pirates« | Francois Klein
Ein harter Kern von 50 bis 100 Personen trifft sich regelmäßig in den weitverzweigten Katakomben, die unter der Metropole Paris verborgen liegen. Auch Fotograf François Klein hat sich an den Ort in Paris begeben, an dem Touristen unerwünscht sind, mit selbst gemachten Rauchbomben vertrieben und ihre Karten der Katakomben geklaut und verbrannt werden. Die Kataphilen sind eine Parallelgesellschaft unter Tage.
Ausstellungsort C / Skywalk Süd

Foto: Jelca Kollatsch

Foto: Jelca Kollatsch

Foto: Jelca Kollatsch

Foto: Jelca Kollatsch

Foto: Jelca Kollatsch

Foto: Jelca Kollatsch

»Wo Armut krank macht« | Jelca Kollatsch
Trotz »Obamacare« haben 33 Millionen Menschen in den USA keine Krankenversicherung. Besonders in den ländlichen Regionen der USA haben viele Menschen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie sind auf Hilfsorganisationen angewiesen. In Appalachia – im Osten Nordamerikas – ist die Not mit am größten. Geschätzte 180.000 Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen sind von regulärer Gesundheitsversorgung ausgeschlossen.
Ausstellungsort A / Design Center

 

Foto: Kai Löffelbein

Foto: Kai Löffelbein

Foto: Kai Löffelbein

Foto: Kai Löffelbein

Foto: Kai Löffelbein

Foto: Kai Löffelbein

»Death Metals – Mining for the First World« | Kai Löffelbein
Rund ein Drittel des weltweit abgebauten Zinnerzes kommt von der indonesischen Insel Bangka. Weltweit operierende Elektronikkonzerne beziehen ihr Zinn von dort. Schätzungsweise stammen 60 bis 70 Prozent der Gesamtmarge aus illegalen Minen. Um die Ausbeute zu erhöhen, haben die illegalen Minenarbeiter ihr Schürfgebiet auf das Meer ausgeweitet.
Ausstellungsort A / Design Center

Foto: Florian Müller

Foto: Florian Müller

Foto: Florian Müller

Foto: Florian Müller

Foto: Florian Müller

Foto: Florian Müller

»Sessions« | Florian Müller
Florian Müller begibt sich mit seiner Arbeit »Sessions« in die Welt der Fetische und sexuellen Rollenspiele. Er zeigt eine Welt abseits der Klischees von Gewaltfantasien, Lack und Leder. Die Protagonisten in Florian Müllers Geschichte sind auf der Suche nach elementaren menschlichen Bedürfnissen wie Freiheit, Wärme und Geborgenheit. Vielleicht auch Glück und ein wenig sexueller Befriedigung.
Ausstellungsort A / Design Center

Foto: Felix Schmitt

Foto: Felix Schmitt

Foto: Felix Schmitt

Foto: Felix Schmitt

Foto: Felix Schmitt

Foto: Felix Schmitt

»Dear John« | Felix Schmitt
Zwischen Boulder in Colorado und Des Moines in Iowa liegt das Land der Cowboys. John Wayne wurde hier geboren, aber neue Helden gibt es keine. Die Menschen in den Staaten der geografischen Mitte Amerikas suchen nach Identität in vergangenen Kriegen, in Folklore und in Gott. Die Prärie, die vor einem Jahrhundert noch für Freiheit stand, wird in der Welt von heute zum Sinnbild für Abgeschiedenheit.
Ausstellungsort A / Design Center

Foto: Jakob Schnetz

Foto: Jakob Schnetz

Foto: Jakob Schnetz

Foto: Jakob Schnetz

Foto: Jakob Schnetz

Foto: Jakob Schnetz

»Trade Show – In the Heart of Capitalism« | Jakob Schnetz
Messen sind Orte der perfekten Vermarktung, bestimmt von genormten Kulissen, Anzugträgern und dem erbitterten Kampf um Kunden. Die Leistungsschauen in Deutschland sorgen jährlich für etwa 23 Milliarden Euro Umsatz. Mit bis zu zehn Millionen Besuchern und mehr als 170 überregionalen Messen pro Jahr gilt Deutschland weltweit als wichtigster Messestandort. Jakob Schnetz’ Fotoarbeit über eines der wichtigsten Marketinginstrumente zeigt den Kontrast zwischen Präsentationen von Effizienz und der Massenunterhaltung mit grellen Multimedia- und Live-Shows.
Ausstellungsort I / Klingenberg

Foto: Julias Schrank

Foto: Julias Schrank

Foto: Julias Schrank

Foto: Julias Schrank

Foto: Julias Schrank

Foto: Julias Schrank

»International Express NYC« | Julius Schrank
Eine der bekanntesten und meist genutzten Verbindungen in New York ist die legendäre Linie 7. Auf ihrem 15 Kilometer langen Weg vom Herzen des Big Apple bis nach Queens durchquert die Straßenbahn etliche Schmelztiegel verschiedener Nationen und Kulturen. Der »International Express«, wie die Linie 7 von den New Yorkern genannt wird, befördert täglich Menschen von über 100 Nationalitäten.
Ausstellungsort C / Skywalk Süd

Foto: Janek Stroisch

Foto: Janek Stroisch

Foto: Janek Stroisch

Foto: Janek Stroisch

Foto: Janek Stroisch

Foto: Janek Stroisch

»Durchschnitt« | Janek Stroisch
Das Marktforschungsinstitut GfK ermittelt vor etwa 25 Jahren, dass die Alters- und Sozialstruktur der Stadt Hassloch dem deutschen Durchschnitt entspricht. Seither wird in der 20.000 Einwohner umfassenden Stadt in der Pfalz das deutsche Konsumverhalten analysiert. Janek Stroisch hat in seiner Arbeit einen außergewöhnlich durchschnittlichen Ort fotografiert.
Ausstellungsort H / Richard-Kühn-Haus

Foto: Marlena Waldthausen

Foto: Marlena Waldthausen

Foto: Marlena Waldthausen

Foto: Marlena Waldthausen

Foto: Marlena Waldthausen

Foto: Marlena Waldthausen

»Brothers« | Marlena Waldthausen
Die Zwillinge Jörg und Rolf Fischer verbindet ein besonderes Schicksal: Sie sind taub geboren und im Laufe ihres Lebens erblindet. Weil sie mit ihrer Umwelt nur schwer kommunizieren können, unterstützen sie sich gegenseitig im Alltag und haben eine eigene Sprache und Humor entwickelt. Seit 2012 leben die beiden gemeinsam im Deutschen Taubblindenwerk Fischbeck.
Ausstellungsort F / BMW Center

Foto: Christian Werner

Foto: Christian Werner

Foto: Christian Werner

Foto: Christian Werner

Foto: Christian Werner

Foto: Christian Werner

»74.« | Christian Werner
An den Jesiden werden im Lauf ihrer langen Geschichte 74 Genozide begangen – der jüngste durch die IS-Terrormiliz. Die Jesiden werden von dem IS stärker verfolgt als andere Religionsgruppen. Hunderttausende befinden sich nun auf der Flucht. Christian Werner thematisiert die aktuelle Lebenssituation der Jesiden, ihre Verzweiflung, ihre Religion, den Kampf ums Überleben sowie den Krieg mit seinen Schrecken.
Ausstellungsort C / Skywalk Süd

Foto: Christian A. Werner

Foto: Christian A. Werner

Foto: Christian A. Werner

Foto: Christian A. Werner

Foto: Christian A. Werner

Foto: Christian A. Werner

»Every Sunday – Amateur Football in Germany« | Christian A. Werner
Tor ist Tor, egal ob in Champions League oder Kreisliga. Selbst das kleinste Dorf, das seit Jahrzehnten keinen Tante-Emma-Laden mehr besitzt, hat einen eigenen Verein. Am Samstag oder Sonntag bindet er das Interesse der Bevölkerung für mindestens zwei Stunden und wird zum Mittelpunkt ihres Universums. Christian A. Werner war mit seiner Kamera mittendrin.
Ausstellungsort G / Tschechischer Pavillon

Foto: Mario Wezel

Foto: Mario Wezel

Foto: Mario Wezel

Foto: Mario Wezel

Foto: Mario Wezel

Foto: Mario Wezel

»Concrete Roots« | Mario Wezel
Sie sind alt und jung, reich und arm, schwarz und weiß, männlich und weiblich, und die wenigsten von ihnen hätten einmal geglaubt, dass sie sich eines Tages Farmer nennen würden. Sie leben nicht auf dem Land, sondern wie 80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung in Städten wie Washington, New York, Boston, Los Angeles, San Francisco und New Orleans – sie nennen sich Urban Farmer.
Ausstellungsort E / Gärten im Wandel

Foto: Ricardo Wiesinger

Foto: Ricardo Wiesinger

Foto: Ricardo Wiesinger

Foto: Ricardo Wiesinger

Foto: Ricardo Wiesinger

Foto: Ricardo Wiesinger

»Was bleibt?« | Ricardo Wiesinger
70 Jahre gelebt, zehn davon im Gefängnis. »Was bleibt dann noch?«, fragt Ricardo Wiesinger in seiner Arbeit. Ein Mann, der plötzlich nicht mehr am großen Geld interessiert ist, sondern sich nach seiner letzten Haftstrafe auf Sinnsuche begibt und loslässt. Familie, Freunde, sein ganzes altes Leben lässt J. B. hinter sich. Alles was er einmal unbedingt wollte, hat er bekommen und bald wieder verloren. Jetzt will J. B. nur noch Ruhe und Frieden mit sich selbst schließen und nie wieder ins Gefängnis.
Ausstellungsort G / Tschechischer Pavillon

Foto: Jonas Wresch

Foto: Jonas Wresch

Foto: Jonas Wresch

Foto: Jonas Wresch

Foto: Jonas Wresch

Foto: Jonas Wresch

»Kolumbiens Weg zum Frieden« | Jonas Wresch
Toribio gilt als einer der am härtesten umkämpften Orte Kolumbiens. Trotz des Einsatzes von Militär, gehören Guerillaangriffe zum Alltag der Dorfbewohner. Deshalb gründeten die Indigenen Räte die Schutztruppe Guardia Indigena, die aus ca. 800 freiwilligen Männern und Frauen besteht. Gewalt kann nicht mit Gegengewalt gelöst werden, deswegen tragen die Mitglieder keinerlei Waffen bei sich.
Ausstellungsort C / Skywalk Süd

Foto: Tamina Florentine Zuch

Foto: Tamina Florentine Zuch

Foto: Tamina Florentine Zuch

Foto: Tamina Florentine Zuch

Foto: Tamina Florentine Zuch

Foto: Tamina Florentine Zuch

»Indian Train Journey« | Tamina Florentine Zuch
Nirgendwo fahren so viele Menschen mit dem Zug wie in Indien. Die Eisenbahn ist mit über 20 Millionen Passagieren täglich das am meisten genutzte Fortbewegungsmittel. Es gibt Verbindungen zu den entlegensten Orten, ob zu den Bergdörfern in den Ausläufern des Himalaya oder nach Kanyakumari, dem südlichsten Zipfel des Landes. Auf diesen Reisen entstehen Freundschaften, Liebschaften, manchmal auch Spannungen.
Ausstellungsort C / Skywalk Süd

Neben den Ausstellungen werden auch wieder berühmte Fotojournalisten aus aller Welt Vorträge halten, es gibt eine Technikschau am Expo-Plaza und in einem Containerdorf stellen sich unter anderem verschiedene Fotostudiengänge vor. Weitere Informationen zum Lumix-Festiival und zum Programm gibt es hier.
Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Ermäßigt* 7,00 Euro / Regulär 10,00 Euro.

*Schüler|Studenten|Rentner|Arbeitslose|Behinderte (1 Begleitperson frei)

Tickets erhalten sie unbegrenzt während der Veranstaltungstage im Design Center an den Kassen. Das Ticket gilt als Veranstaltungsticket und ist für alle Tage gültig.

Alle Pavillons haben während des Festivals täglich von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

 

Ort

Expo Plaza 2 Hannover